Der Seehafen Kiel beabsichtigt, die Kaimauer am Liegeplatz (LP) 32a im Nordhafen zu sanieren. Diese Anlage liegt im Zuständigkeitsbereich des Seehafens Kiel und hat seine Lebensdauer erreicht. Die Standsicherheit der bestehenden Kaianlage ist aktuell gefährdet und es erfordert umfangreiche Maßnahmen, diese wiederherzustellen. Aufgrund des schlechten Zustandes der bestehenden Kaimauer wurde beschlossen, dass eine neue, vorgesetzte Wand – statisch unabhängig vom Bestandsbauwerk – die wirtschaftlich und technisch optimale Lösung darstellt.

Um die Nutzbarkeit des Liegeplatzes wiederherzustellen, ist eine vorgesetzte Spundwand als neue Uferwand geplant, welche etwa 2,0 m wasserseitig vor der alten Kaimauer stehen soll.

Nach Luftbildauswertung des Kampfmittelräumdienstes (KRD-SH) besteht für den Bereich der Baumaßnahme Kampfmittelverdacht.
In diesem Sinn sind die Bereiche der geplanten Baumaßnahme zur Vorbereitung der im Rahmen der Baumaßnahme geplanten Arbeiten (Rammen von Spundwänden, Herstellen der Rückverankerung, Baggerarbeiten in der Gewässersohle) bis zu den geltenden Bombenhorizonten zu untersuchen und freizugeben.

Zur Freigabe der Fläche erfolgte eine Drucksondierung von einer Hubinsel aus mittels CPT-Verfahren. Im Vorwege sowie im Anschluss erfolgte eine Untersuchung der Verdachtspunkte und von überlagerten Flächen mittels unserem Eggers Octopustool, welches mittels einer Kombination aus Saug-Spül und Greifertechnik sowie mit einem Live-Imaging-Sonar ausgestattet, einen Unterwassereinsatz ohne Taucher ermöglichte.

Hierdurch konnte das Gesundheitsrisiko deutlich gesenkt und durch nicht anfallende Austauchzeiten zusätzlich eine zeitlich effiziente Ausführung sichergestellt werden.

Als Trägereinheit diente ein Hydraulikbagger auf einem Ponton.

Durch die erfolgreiche Untersuchung aller Verdachtspunkte konnte eine komplette Kampfmittelfreiheit erzielt werden.

 

Bohrlochsondierung

  • Vertikal
  • CPT
  • Trockenbohrung
  • Geomagnetik
  • Sondiertiefe: 7,00 m
  • Tidebeeinflusst: Nein

Marine Geophysik

  • Marine Geomagnetik
  • Schiffsname: Tesla
  • m² bearbeitete Fläche: 5.915,68
  • Wassertiefe: 2-11m

Volumenberäumung

  • Manueller Tauchereinsatz
  • m² bearbeitete Fläche: 25 m²
  • Wassertiefe: bis zu 11 m
  • Tiefe unter Grund: bis zu 3m
  • Zusätzlich Lagenweiser Bodenabtrag mittels Siebschaufel: 125m²

Verdachtspunktbergung

  • EGGERS Octopus Tool
  • Manueller Tauchereinsatz
  • Wassertiefe: 2 – 11m
  • Anzahl VP´s: 49
  • Tiefe u. Grund: bis zu 2,10m
  • Tidebeeinflusst: Nein
  • Geborgene Munition: 1 x 7,5 cm Granate

Auftraggeber:

SEEHAFEN KIEL GmbH & Co. KG

Leistungszeitraum:

September 2020 bis März 2021

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