3-Achs-Magnetometer

Sondierungen im Bohrlochverfahren kommen in der Kampfmittelbergung dann zum Einsatz, wenn die zu untersuchenden Bereiche besonders tief im Boden liegen oder sich die Oberflächensituation sehr komplex gestaltet. Dabei wird die Sonde in einem Bohrloch in die erforderliche Tiefe gebracht und die Messung entlang des Bohrpfades durchgeführt.

TriaX-Sondierung im Bohrlochraster
TriaX-Sondierung im Bohrlochraster

Beim Messsystem TriaX (3-Achsen) handelt es sich um ein passives Ortungsverfahren, das auf dem Prinzip der Geomagnetik beruht. Ziel des Verfahrens ist die Detektion magnetischer Anomalien im Erdmagnetfeld, die von eisenhaltigen Objekten hervorgerufen werden. Gegenüber herkömmlichen Vertikalgradiometern liefert das TriaX (3-Achsen) System durch die dreidimensionale differentielle Datenerfassung zusätzliche Informationen, die für die Bewertung komplexer Situationen wie in der Nähe von Spundwänden, Verbau oder Bohrpfählen von Vorteil sind.

TriaX-Sondierung am Versmannkai Hamburg

Durch den Einsatz speziell entwickelter teilautomatisierter Bohrlafetten wird über die automatisierte DGPS-Ansteuerung der Bohrpunkte und die lotrechte Lafettenführung ein absolut exaktes Bohrlochraster auch in großen Tiefen erreicht. Hierdurch steigt die Qualität der Datenbasis für eine zielführende Interpretation der Messdaten erheblich und steigert so die sichere Interpretation zum Ausschluss von kampfmittelverdächtigen Anomalien sowie deren Tiefen- und Lagebestimmung.

TriaX-Sondiersystem

Einsatz / Vorteile

  • UXO-Detektion
  • Bohrlochsondierung
  • Objektsuche

 

4R-EM

Die 4R-EM-Methode im Bohrloch ist ein Spezialverfahren für komplexe Fragestellungen, wenn die Aussagen der Geomagnetik allein stark limitiert sind. Die gleichzeitige Auswertung von magnetischen und elektromagnetischen Daten bietet weitreichende Möglichkeiten in der Kampfmittelerkundung. Störeinflüsse wie z. B. Ziegelschutt lassen sich mit der Elektromagnetik ausblenden.

4R-EM Bohrlochsondierung am Versmannkai Hamburg

Beim Messsystem 4R-EM handelt es sich um ein aktives Ortungsverfahren im Bohrloch, das auf dem Prinzip der Transienten-Elektromagnetik (TDEM) basiert. Durch das spezielle Auswerteverfahren in vier Richtungen erhöht sich die Aussagekraft der aufgenommenen Daten: leitfähige Schichten können von Einzelobjekten differenziert werden. Die Lage von Einzelobjekten relativ zum Bohrloch kann durch die Richtungsabhängigkeit der 4R-EM-Messungen erfasst werden. Das 4R-EM-Verfahren ermöglicht somit eine detailliertere Beschreibung von Objekten zur Überprüfung eines Kampfmittelverdachts.

4R-EM-Bohrlochauswertung mit farblich dargestellten Anomalien

Durch den Einsatz speziell entwickelter teilautomatisierter Bohrlafetten wird über die automatisierte DGPS-Ansteuerung der Bohrpunkte und die lotrechte Lafettenführung ein absolut exaktes Bohrlochraster auch in großen Tiefen erreicht. Hierdurch steigt die Qualität der Datenbasis für eine zielführende Interpretation der Messdaten erheblich und steigert so die sichere Interpretation zum Ausschluss von kampfmittelverdächtigen Anomalien sowie deren Tiefen- und Lagebesti

Einsatz / Vorteile

  • UXO-Detektion
  • Verdachtsverifizierung