UHD Multibeam

Mit unserem ultra-hochauflösenden Multibeam lassen sich schnelle und großflächige 3D-Untersuchungen der Acoustic-Digital-Technologie im Zentimeterbereich durchführen. Die vielfältigen Anwendungsgebiete erstrecken sich von der klassischen Tiefenkartierung über die Objektsuche (Wracks, Kampfmittel, Container) bis hin zur Inspektion und Schadenermittlung von Unterwasserbauwerken, Spundwänden, Seekabeln oder Pipelines. Objekte werden georeferenziert verortet und Schäden wie Ausbrüche, Spaltmaße, Fehlstellungen, Korrosion oder Auskolkungen vermessen.

Betonpfahlbau mit marinem Bewuchs
Betonpfahlbau mit marinem Bewuchs

Die Georeferenzierung erfolgt mittels DGPS, modernster Bewegungssensorik und Korrektursensoren, so dass jeder einzelne „Beam“ des Fächerecholotes seine eigenen Lagekoordinaten hat. Durch die lückenlose Digitalisierung der Gewässersohle lassen sich Objekte in einer 3D-Punktwolke darstellen, ihre Lage und Größe vermessen und Beschädigungen identifizieren und berechnen. Durch das Gesamtsystem der eingesetzten Sensoren werden gängige hydrographische Messgenauigkeiten übertroffen.

Ankertauminen im Versenkungsgebiet Kolberger Heide/Kieler Buch
Ankertauminen im Versenkungsgebiet Kolberger Heide/Kieler Buch

Bei der Munitionssondierung von Gewässern erlaubt die digitale 3D-Erfassung von Objekten neben der Lokalisierung auch eine Identifikation von Kampfmitteln in einem Datenbankabgleich. Mit der maßstabsgetreuen Abbildung wird das Ausmaß der Schäden an Kampfmitteln berechnet und eine präzise Risikobewertung im Vorwege einer Räummaßnahme erstellt.  Im Bereich der marinen Archäologie liefert das Multibeam hochaufgelöste Daten, die eine aussagekräftige archäologische Interpretation erlauben. Potentielle archäologische Anomalien werden identifiziert und die gesetzlichen Vorgaben zum Schutz des kulturellen Erbes umgesetzt.

Das Messboot TESLA mit seinem sehr geringen Tiefgang und seiner kompakten Bauweise erlaubt den Einsatz der Multibeam-Technologie auch in bisher nicht erreichbaren flachen Gewässern. Damit lassen sich bewährte Offshore-Anwendungen in den Binnenbereich transportieren.

Einsatz / Vorteile

  • Kampfmittelerkundung
  • Objektvermessung und -detektion
  • Bauwerksinspektion in UHD-Auflösung
  • Bathymetrie-Vermessung
  • Aushubüberwachung
  • Schiffsrumpfinspektion
  • Wracksuche und Archäologie
  • Fahrrinnenüberwachung
  • Objektsuche nach Havarien
  • Forensik

Live-Imaging Sonar

Auch in getrübtem Wasser immer die volle Durchsicht – das Live-Imaging Sonar liefert Sicht auch bei „Null-Sicht“.

Aris-Aufnahme einer Gasflasche im Hamburger Hafen
Aris-Aufnahme einer Gasflasche im Hamburger Hafen

Mit dem ARIS Explorer 3000 lassen sich Unterwasserarbeiten in detailreicher Echtzeit-Darstellung als bewegtes Bild überwachen und beobachtete Objekte identifizieren. Die ausgestrahlte Frequenz von 3000 kHz ermöglicht eine UHD-Auflösung von bis zu 3 mm in zwei bis vier Metern Entfernung.

Die steuerbare 3D-Aufhängung der akustischen Kamera ermöglicht die kontinuierliche Überwachung der Vorgänge auch bei bewegter Kameraposition und die Betrachtung von Objekten aus unterschiedlichen Blickwinkeln. Durch die kompakte Bauweise lassen sich auch schwer zugängliche Bereiche unter Wasser einsehen und z.B. Beschädigungen von Kaianlagen bewerten.

In diversen maritimen Bereichen von der Kampfmittelsondierung und der Bauwerkskontrolle bis zur marinen Archäologie lässt sich das Live-Imaging Sonar perfekt in der Objektidentifikation und Arbeitsraumüberwachung als auch direkt am Helm unserer Berufs- und Forschungstaucher einsetzten.
Über DGPS, Korrektur- und Bewegungssensoren sind die Aufnahmen georeferenziert und Größe und Lage der Schäden oder Objekte sind messbar.

Einsatz / Vorteile

  • Arbeitsraumüberwachung
  • UXO Identifizierung
  • Bauwerksinspektion
  • Schiffsrumpfinspektion
  • Schadensgutachten
  • Umweltmonitoring
  • Archäologie

 

Subbottom Profiler

Mit dem Subbottom-Profiler lassen sich Einblicke in den Gewässergrund erlangen. Die ausgesendeten hochenergetischen akustischen Wellen dringen in die oberen Sedimentschichten ein und werden an Schichtgrenzen und Objekten reflektiert. In Kombination mit hochsensibler Bewegungssensorik und Echtzeit-korrigierten DGPS-Daten wird ein georeferenziertes hochaufgelöstes Bild im Zentimeterbereich in den oberen Metern des Gewässerbodens erzeugt.

Subbottom-Sedimentschnitte im Südhafen Helgoland

Geologische Strukturen lassen sich interpretieren und Schichtmächtigkeiten und Volumina ableiten. Im Sediment eingebettete Einzelobjekte wie Kampfmittel, Pipelines oder Kabel werden identifiziert und verortet.

Subbottom-Sedimentschnitte im Vorhafen Helgoland
Subbottom-Sedimentschnitte im Vorhafen Helgoland

Der Einsatz des Subbottom-Profilers eignet sich besonders als zusätzliche oder zweite Expertise in einer korrelierten Auswertung mit den herkömmlichen magnetischen Verfahren bei der UXO Detektion, wodurch eine deutlich validere Bestimmung von Verdachtsobjekten erreicht wird.

In der marinen Archäologie liefert der Subbottom-Profiler eine kosteneffiziente Lösung zur Kartierung und Verwaltung des maritimen Kulturerbes im Gewässergrund.

Mit dem Einsatz in flachen Küstenbereichen, Flüssen und Hafenbecken bis hin zu Off-Shore Bereichen mittlerer Wassertiefe bietet sich ein breites Anwendungsspektrum.

Einsatz / Vorteile

  • Geologische Untersuchung
  • Off-Shore Baugrunduntersuchung
  • Objektortung im Sediment (UXO, Kabel, Pipelines, Felsbrocken)
  • Hochauflösende Schichterkennung
  • Georeferenzierte 2D-Profile im Zentimeterbereich

Sidescan Sonar

Mit unserem modernen Side-Scan-Sonar lassen sich Unterwasser-Strukturabbildungen in höchster Auflösung unter Wasser erzielen und große Flächen des Gewässergrundes schnell und effizient analysieren. Hindernisse werden identifiziert und aufliegende Objekte wie z. B. Kampfmittel lokalisiert und aufgezeichnet. In Kombination mit genauen Positionierungsmethoden per RTK-DGPS und USBL lassen sich die georeferenzierten Bilder im Zentimeterbereich mit anderen geophysikalischen Methoden abgleichen.

Side-Scan Meeresbodenuntersuchung im Vorhafen Helgoland
Side-Scan Meeresbodenuntersuchung im Vorhafen Helgoland

Side-Scan-Sonare eignen sich für die Detektion verschiedenster Objekte im Wasser wie Kampfmittel, Bauwerke, archäologische Funde, Kabeltrassen, Pipelines, Geisternetze etc. Durch die Verwendung verschiedener Frequenzen ist das Erstellen eines Gesamtüberblickes sowie eine vertiefende Untersuchung einzelner Objekte möglich.

Feinkörniges Detail in der Kieler Förde
Feinkörniges Detail in der Kieler Förde

 

 

Einsatz / Vorteile

  • Vor-Ort Untersuchungen
  • Analyse des Meeresbodens
  • Hindernisvermeidung für geomagnetische Untersuchungen
  • Objektidentifikation und -unterscheidung (UXOs, Kabel, Anker, Wracks, …)
  • Qualitativer Überblick über das Relief des Meeresbodens
  • Bestätigung oder Ausschluss magnetischer Anomalien

USBL Positionierung

Eine exakte Positionierung bei Unterwasserarbeiten stellt eine Herausforderung dar, die mit einem Ultra Short Baseline System auf der Basis der Laufzeiten und Richtungsmessung von akustischen Wellen gelöst wird. Auf Grundlage von DGPS Systemen unter Verwendung eines Echtzeitkorrekturdienstes, z.B. SAPOS und dem Einsatz hochpräziser Bewegungssensorik (INS) wird die Positionsbestimmung im Zentimeterbereich erreicht.

USBL-Beacon am Taucher
USBL-Beacon am Taucher

Die Echtzeit-Positionierung unter Wasser bildet die Grundlage für die Georeferenzierung von Messdaten unter Wasser in der erforderlichen Genauigkeit. Ebenso ermöglicht die USBL-Navigation die Steuerung von ROVs insbesondere bei eingeschränkter Sicht und ist die unerlässliche Basis zur autonomen Navigation unter Wasser. Taucher können zu ihrem gewünschten Ziel auch unter schlechten Sichtbedingungen navigiert werden um ihren Suchradius zu reduzieren.

Einsatzvorteile

  • Positionierung von geschleppten Messsystemen
  •  Positionierung und Navigation von ROV
  •  Exakte Positionierung für Taucher