Cone Penetration Testing

Das Messsystem CPT MagCone ist ein innovatives Tiefensondierverfahren auf geomagnetischer Basis zur Kampfmitteldetektion mit minimalinvasivem Eingriff in den Baugrund. Entgegen gängigen Drehbohrverfahren wird die Sonde über ein Druckverfahren in den Boden eingebracht.

 

Das CPT MagCone erhebt die dreidimensionalen Messdaten simultan zum Druckvorgang, wodurch das Einstellen von Messrohren entfällt. Die Drucksonde nimmt mit ihrem geringen Durchmesser nur einen minimalinvasiven Eingriff in die Bodenstabilität vor und ist dadurch bis nah an Bauwerken wie Spundwänden oder Kaimauern einsetzbar. Ein Verpressen der Löcher entfällt.

Durch den Einsatz modernster Steuerungstechnik erreichen wir eine bisher nicht dagewesene Genauigkeit bei der Herstellung der Bohrteufen im Zentimeterbereich, was die Lage und Lotrechtigkeit angeht. Fehler bei der Berechnung möglicher Anomalien werden hierdurch auf ein Minimum reduziert, was zu einer deutlichen Reduzierung von Fehlinterpretationen möglicher Verdachtspunkte führt und damit nicht nur einen Qualitätsgewinn darstellt, sondern auch einen erheblichen wirtschaftlichen Vorteil für die nachfolgenden Bergungsarbeiten bedeutet.

CPT MagCone auf Hubinsel am Berthold-Beitz-Ufer Kiel
CPT MagCone auf Hubinsel am Berthold-Beitz-Ufer Kiel

Als Baggeranbaugerät ist das CPT MagCone an Land oder zu Wasser von einer Jack-Up Barge nahezu tide- und witterungsunabhängig einsetzbar.
Die Vorgaben der BFR KMR und der DGUV-I 201-027 hinsichtlich sicheren Bohrens erfüllen wir mit dem CPT MagCone-Verfahren ohne Leistungseinbußen hinzunehmen. Durch die Ergänzung mit zusätzlicher Sensorik können zeitgleich weitere Bodenparameter wie Spitzendruck oder Mantelreibung aufgenommen werden.

Einsatz / Vorteile

  • UXO- Detektion
  • Baugrunduntersuchung
  • Tiefensondierung
  • Objektsuche

 

Subbottom Profiler

Mit dem Subbottom-Profiler lassen sich Einblicke in den Gewässergrund erlangen. Die ausgesendeten hochenergetischen akustischen Wellen dringen in die oberen Sedimentschichten ein und werden an Schichtgrenzen und Objekten reflektiert. In Kombination mit hochsensibler Bewegungssensorik und Echtzeit-korrigierten DGPS-Daten wird ein georeferenziertes hochaufgelöstes Bild im Zentimeterbereich in den oberen Metern des Gewässerbodens erzeugt.

Subbottom-Sedimentschnitte im Südhafen Helgoland
Subbottom-Sedimentschnitte im Südhafen Helgoland

Geologische Strukturen lassen sich interpretieren und Schichtmächtigkeiten und Volumina ableiten. Im Sediment eingebettete Einzelobjekte wie Kampfmittel, Pipelines oder Kabel werden identifiziert und verortet.

Subbottom-Sedimentschnitte im Vorhafen Helgoland
Subbottom-Sedimentschnitt mit Hyperbel eines Verdachtobjektes im Südhafen Helgoland

Der Einsatz des Subbottom-Profilers eignet sich besonders als zusätzliche oder zweite Expertise in einer korrelierten Auswertung mit den herkömmlichen magnetischen Verfahren bei der UXO Detektion, wodurch eine deutlich validere Bestimmung von Verdachtsobjekten erreicht wird.

In der marinen Archäologie liefert der Subbottom-Profiler eine kosteneffiziente Lösung zur Kartierung und Verwaltung des maritimen Kulturerbes im Gewässergrund.

Mit dem Einsatz in flachen Küstenbereichen, Flüssen und Hafenbecken bis hin zu Off-Shore Bereichen mittlerer Wassertiefe bietet sich ein breites Anwendungsspektrum.

Einsatz / Vorteile

  • Geologische Untersuchung
  • Off-Shore Baugrunduntersuchung
  • Objektortung im Sediment (UXO, Kabel, Pipelines, Felsbrocken)
  • Hochauflösende Schichterkennung
  • Georeferenzierte 2D-Profile im Zentimeterbereich